HAUS DER ZUKUNFT

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26.06.13
HAUS DER ZUKUNFT Hamburg
Natur im Recht – Rechte der Natur: Symposium der Forschungsstelle Umweltrecht / Biokratie-Preis 2013

Die Forschungsstelle Umweltrecht (FORUM) der Universität Hamburg lädt ein zu dem Symposium „Natur im Recht – Rechte der Natur“ am 8. Juli 2013 um 14 Uhr ins Gästehaus der Universität Hamburg. Im Anschluss findet zum zweiten Mal die Verleihung des Biokratie-Preises statt, der in diesem Jahr mit insgesamt 25.000 EURO dotiert ist.

Biokratie-Preisstifter ist der Hamburger Unternehmer und Umweltpionier Dr. Georg Winter vom HAUS DER ZUKUNFT Hamburg. Ausgezeichnet werden Dr. Cathrin Zengerling für ihre Arbeit über „Die Rolle der Verbände beim Schutz der Natur“ und der Naturwissenschaftler und ehemalige Umweltminister in Schleswig-Holstein, Prof. Dr. Dr.hc. Berndt Heydemann, für sein Lebenswerk.

Meilensteine für die Rechte der Natur

Artensterben, Atommüll-Endlagersuche oder andere, die Natur beanspruchende Großprojekte – solche Entwicklungen drängen immer mehr Menschen zum Engagement für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen. Diese gesteigerte Verantwortung verbindet sich mit der Forderung nach einer Stärkung der Natur im Recht. Meilensteine wurden gesetzt mit der Regelung des Rechts auf die Verbandsklage im Bundesnaturschutzgesetz und im Umweltrechts-Behelfsgesetz. Aktuelle Beispiele dafür sind der Streit um die Elbvertiefung oder um den Bau von Kohlekraftwerken aus Naturschutzgründen.

Die Forschungsstelle Umweltrecht (FORUM) der Universität Hamburg widmet sich seit über 20 Jahren der Erforschung und Fortentwicklung des umweltrelevanten Rechts. Auf ihrem Symposium am 8. Juli 2013 um 14 Uhr im Gästehaus der Universität Hamburg thematisiert sie aktuelle Ansätze, Natur- und Umweltgüter mit Mitteln des Rechts besser gegenüber Beeinträchtigungen zu schützen.

Symposium der Forschungsstelle Umweltrecht

Nach Begrüßung und Einführungsvortrag von Prof. Dr. Ulrich Ramsauer und Prof. Dr. Ivo Appel, Geschäftsführender Direktor der Forschungsstelle Umweltrecht, zum Thema „Rechte der Natur – Strukturelle Probleme und internationale Vorbilder“ wird Prof. Dr. Gerd Winter von der Universität Bremen referieren über das Thema „Das Gewicht von Umwelt und Natur in Abwägungsprozessen – Möglichkeiten der Verbesserung“.

Im Anschluss wird Dr. Angela Schwerdtfeger von der Universität Jena die Spielräume zur „Mobilisierung des Einzelnen für den Schutz der Natur“ aufzeigen. Schwerdtfeger bekam den Biokratie-Preis 2012 für ihre Promotion über den „Einfluss der völkerrechtlichen Vorgaben der Aarhus-Konvention auf das Klagerecht von Umweltverbänden und Einzelpersonen im deutschen Verwaltungsrechtsschutz“.

Biokratie-Preis 2013 für Forschungsarbeit und Lebenswerk

Den Biokratie-Preis 2013 erhalten Dr. Cathrin Zengerling aus Hamburg für ihre Doktorarbeit zum Thema "Greening International Jurisprudence - Environmental NGOs before International Courts, Tribunals, and Compliance Committees" und Prof. Dr. Dr. hc. Berndt Heydemann, den der Biokratie-Preis-Stifter Dr. Georg Winter für sein Lebenswerk auszeichnet. „Professor Heydemann hat sich mit seinem Lebenswerk als wegweisender Naturwissenschaftler und Umweltminister des Landes Schleswig-Holstein für die Rechte der Natur stark gemacht“, begründet Dr. Winter seine Nominierung. „Seine Arbeiten haben zu Erkenntnissen geführt, an welche die Formulierung von Rechten der Natur anknüpfen kann.“ Heydemann gründete 1998 die Nieklitzer Ökologie- und Ökotechnologie- Stiftung (NICOL). 2005 wurde er mit dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgezeichnet.

Symposium-Programm als Download >>>

Hintergrundinformation zu Akteuren und Preisträgern

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